Praktikum in den USA
Ein Praktikum in den USA zu absolvieren war schon seit der Schulzeit mein Traum. Dieser wurde gleich nach meiner Ausbildung zum Maschinenbautechniker wahr, als ich im Internet nach Unternehmen suchte, die mir das ermöglichen könnten. Und tatsächlich fand ich ein Unternehmen, das eine Praktikumsstelle anbot. Ich nahm dort Kontakt auf und erfuhr zusätzlich, dass das Unternehmen mir während meines Aufenthaltes auch sowohl eine Unterkunft in einer Gastfamilie als auch ein Firmenauto zur Verfügung stellt. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Ich hatte für diesen Fall Geld zur Seite gelegt, sodass die Finanzierung kein großes Problem darstellte.Der ca. 20-stündige Flug nach Georgia - Atlanta war insgesamt sehr entspannend, da ich die meiste Zeit Filme angeschaut und geschlafen habe. Negativ zu bewerten war der Gepäck-Transport. Diesen konnte ich erst am nächsten Tag abholen. Aber da ich einige meiner Sachen im Handgepäck hatte, war das nicht so schlimm.
Dafür hatte ich viel mehr Glück, was meine Gastfamilie angeht. Sie waren alle sehr nett und haben mich von vornherein in ihr alltägliches Familienleben integriert. Ich hatte ein großes Zimmer bekommen, das ich eigentlich nur zum Übernachten und Bücherlesen genutzt habe, denn nach der Arbeit habe ich viel Zeit mit meiner Gastfamilie verbracht. Wir erzählten uns gegenseitig Lebensgeschichten, scherzten und alberten zusammen. Sehr oft waren wir aber auch draußen. Wir waren in verschiedenen Geschäften und Restaurants. Atlanta ist reich an Sehenwürdigkeiten und Museen. Besonders hervorzuheben ist das Swan House, das ich zu allererst besuchen wollte. Es live vor Ort zu sehen, ist eine Erfahrung, die man unbedingt einmal machen sollte, wenn man dort ist. Außerdem können einige sehr spannende Museen besucht werden, wie z.B. das Georgia State Museum of Science and Industry, das sich im Georgia State Capitol befindet. Oder vor allem das Science and Technology Museum of Atlanta, das für mich interessanteste Museum, welches ich je besucht habe.
Die Wochenendausflüge in andere Städte und Strände waren besonders lustig, zumal wir im Nirgendwo einmal eine Panne hatten und stundenlang darauf warten mussten, bis Hilfe kam. War aber nicht weiter schlimm, denn wir wussten die Zeit totzuschlagen, indem wir Männer Fußball spielten während die Frauen sich sonnten.
Aber auch die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich wurde offenherzig empfangen. Es gab auch deutsche Kollegen, die in dem Unternehmen schon länger arbeiteten. Das war für mein Einstieg in die Arbeit sehr wichtig, denn ich musste mich erst einmal an die amerikanisch englische Sprache gewöhnen. Ich habe nicht von Anfang an alles verstanden, aber mithilfe der deutschen Kollegen konnte ich die Arbeit, die mir aufgetragen wurde verstehen und erledigen. Auch dort habe ich gleich Freunde gefunden und wir unternahmen nach der Arbeit auch einiges zusammen. So besuchten wir an Wochenenden öfter mal Parties und Discos und veranstalteten auch mal den einen oder anderen Ausflug in das Nachtleben von anderen Städten.
Was ich noch einmal hervorheben möchte ist, dass mir das Leben dort durch das Auto, das mir das Unternehmen zur Verfügung gestellt hat, erheblich erleichtert wurde. Dafür bin ich dem Unternehmen sehr dankbar, denn sonst hätte ich mir anderweitig ein Auto organisieren müssen, die Arbeitsstelle war nicht gerade um die Ecke.
Alles in allem hat das Praktikum und vor allem der Aufenthalt in der Gastfamilie sehr viel Spaß gemacht. Ich würde jedem, der auch ein Praktikum in den USA plant, raten, sich nach einer Gastfamilie umzusehen. Man wohnt so nicht nur um einiges billiger, sondern man lernt viel darüber, wie der Alltag einer amerikanischen Familie aussieht und man nimmt aktiv daran teil. So spricht man desweiteren auch nach der Arbeit viel Englisch und das erleichtert das Praktikum und andere Organisationen sehr. Mehr Informationen zu einem Praktikum im Ausland.