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Chinatown in New York

Chinatown, das etwas andere Stadtviertel in Manhattan, einem Stadtteil der Millionenmetropole New York City, gehört ganz sicher zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. Die größte chinesische Gemeinde außerhalb Asiens zählt Schätzungen zufolge ca. 150 000 Einwohner, die hier ihr kulturelles Zentrum haben und ganz nach chinesischer Tradition leben. So ist das Straßenbild innerhalb dieses Stadtviertels geprägt von chinesischen Geschäften und Restaurants, die durch zahlreiche chinesische Schriftzeichen markiert und deshalb schon von weitem zu sehen sind. In Chinatown warten ungefähr 200 Restaurants, in denen man seinen Appetit auf exotische Art und Weise stillen kann und ein wahres Shoppingparadies auf die meist ausländischen Besucher.

Wann der erste Chinese amerikanischen Boden betreten hat, ist nicht überliefert. Sicher ist nur, dass es der Goldrausch war, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts viele chinesische Staatsbürger nach Amerika lockte. Sie verdingten sich zu dieser Zeit als Bahn- und Minenarbeiter. Als immer mehr Chinesen ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten wollten, wurde mit Hilfe des Chinese Exclusion Act (1882-1943) versucht die Einwanderung zu stoppen. Nun wurde der Zuzug nur noch bei einem garantierten Arbeitsplatz ermöglicht und ein generelles Einwanderungsverbot von Familienangehörigen ausgesprochen. So kam es ca. um 1900 zu der absurden Situation, dass auf ungefähr 7000 chinesische Männer nur 150 Frauen kamen. Ein Umstand, der maßgeblich zu erhöhtem Drogenkonsum und Prostitution führte. Erst im Laufe des 2. Weltkriegs, als die Einschränkungen gelockert wurden, wuchs die chinesische Gemeinde langsam an. Um 1968, als die Einwanderungsquote erhöht wurde, nahm Chinatown explosionsartig ihre heutigen Ausmaße an.

Chinatown ist aufgrund seiner Vergangenheit ein in sich geschlossener Mikrokosmos, in dem wohl höchstens die Hälfte seiner Einwohner der englischen Sprache mächtig ist. Das Stadtviertel hat mittlerweile das ehemalige Little Italy verdrängt und umfasst die Canal – sowie die Mottstreet. Für Besucher bietet sich hier ein exotisches Bild, das von kleinen, engen Straßen und chinesischen Läden und Schriftzeichen dominiert wird. Ungefähr zehn buddhistische Tempel, Telefonzellen im Pagodenstil und Dekorationen mit Lampions und chinesischen Drachen sind Teil der authentisch gelebten chinesischen Traditionen. Die New Yorker selbst wissen Chinatown aufgrund der tollen Restaurants zu schätzen. Dabei ist die asiatische Küche, die hier geboten wird, sehr variantenreich und wird in Shanghai, Suzhou, Hunan und Kantonesisch und noch viele andere mehr unterschieden.

Chinatown in New York

Chinatown in New York ©TK

Aber auch abseits der fantastischen Küche bietet Chinatown unglaublich viele Attraktionen für Touristen. Neben Antiquitätenläden und zahlreichen Galerien, findet man hier auch regelmäßig veranstaltete Wochenmärkte, die mit frischen Obst und Gemüse locken. Auf einem Bummel durch dieses Viertel lohnt sich ein Besuch in einem der traditionellen Teehäuser, die zu einer Stärkung vor einem ausgedehnten Shopping-Marathon einladen. Chinatown hat durchaus auch Historie und Sehenswürdigkeiten zu bieten. So kann man hier ein Standbild des wohl berühmtesten chinesischen Philosophen Konfuzius an der gleichnamigen Confucius Plaza sehen und dem ältesten Friedhof der gesamten Stadt einen Besuch abstatten. Den Kim Lau Square sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, da er schon oft in vielen Filmproduktionen zu sehen war. Zusätzlich hat Chinatown auch ein tolles Nachtleben und regelmäßig verschiedene Festivals und Events, wie unter anderem das Ghost-Festival und den Dragon Dance zu bieten.