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Guggenheim Museum in New York

Die Guggenheim Museen sind rund um den Globus bekannt. Doch das älteste und bekannteste befindet sich in New York City. Es wurde 1939 gegründet und liegt an der Upper East Side. Es enthält eine weltbekannte Sammlung an abstrakter Kunst, aber auch andere Stilrichtungen wie der Impressionismus, Postimpressionismus, Expressionismus und Surrealismus sind hier vertreten. Das Museumsgebäude wurde 1959 eröffnet. Der Architekt war Frank Lloyd Wright.

Doch der Weg zum eigentlichen Gebäude, war ein schwerer und steiniger für Wright. 1943 erhielt er den Auftrag zur Planung und begann damit eine sechzehnjährige Odyssee. Seine ursprünglichen Pläne musste er ständig überwerfen und neu entwickeln. Zu allem Überfluss bemängelten die Behörden New Yorks ständig weitere Punkte an Wrights Vorstellungen und auch seine Auftraggeberin, die deutsche Künsterlin Hilla Rebay, die Guggenheim in Kunstfragen beriet, hatte immer wieder andere und neue Ideen. So verzögerte sich der Baubeginn ständig. Desweiteren war Wright vom Standort New York nicht begeistert, hielt die Stadt für den falschen Platz für ein Museum dieser Tragweite. Doch Rebay überzeugte ihn vom Gegenteil.

Die Architektur des Gebäudes ist eine wahre Attraktion. Wright war fasziniert von geometrischen Formen und basierte daher den Bau auf der sogenannten Rotunde, ein kreisförmiger Grundriss. Aber auch Dreiecke, Quadrate oder Ovale verarbeitete er in seinen Plänen. Stark beeinflusst wurden Lloyds Planungen durch den Central Park, welcher ganz in der Nähe liegt. Er versuchte seine Pläne möglichst organisch und plastisch umzusetzen und so einen Ausgleich zur nimmer schlafenden, unruhigen Stadt zu bieten.

Guggenheim Museum in New York

Guggenheim Museum in New York ©TK

Der Plan Wrights war es, den Besucher mit einem Aufzug in das oberste Stockwerk fahren und ihn dann die berühmte, gewundene Rampe hinunter schreiten zu lassen. Dies war ein Stilbruch mit bisherigen Museen. Das normale Konzept war, das verschiedene Stilrichtungen in einzelnen separaten Räumen untergebracht wurden und so der Besucher von Raum zu Raum geführt wird. In Wrights Plan waren die Kunstwerke in verschiedenen Sektionen untergebracht. Der Blick in den Hof ist offen und ermöglicht es dem Besucher bis nach unten oder in andere Etage zu gucken, von denen er die anderen Kunstwerke bereits sehen kann. Abgeschlossen wird das Konstrukt durch eine Glaskuppel als Dach.

Doch wie bereits erwähnt, stieß er mit seinem Konzept anfangs auf wenig Gegenliebe. Die Künstler sahen die Gefahr, das sich die Menschen nur für die ausgefallene Architektur interessieren würden und weniger für die ausgestellten Werke. Architekten hingegen fanden nur lobende Worte für das Museum, welches zu den letzten Projekten von Wright gehörte. Mehrfach wurde es als Wrights Lebenswerk gehuldigt und als schönstes Gebäude New Yorks bezeichnet.

Im Laufe der Zeit konnte das Museum eine beachtliche Sammlung zusammen tragen. Anfangs aus Guggenheims Privatbesitz, der vor allen Dingen an abstrakter Kunst von Malern wie Kandinsky interessiert war, fächerte sich das Angebot immer mehr. Mittlerweile befinden sich auch viele bedeutende Werke des Expressionismus und Surrealismus im Besitz des Guggenheim Museums und verfügt über die größte, bekannte öffentliche Sammlung von Picasso Bildern. In den letzten Jahren reagierte das Museum auch auf den immer fortschreitenden Technologietrend. Ausstellungen von interaktiver oder medialer Kunst sind keine Seltenheit mehr und auch aktuelle, moderne Kunst hat seine Platz im Guggenheim Museum gefunden.

Alles in allem ist das Museum nicht nur etwas für Kunstlieberhaber. Die ausgefallene Architektur des Museums und die Kunstschätze, die selbst Laien bekannt vorkommen werden, sind Argumente die man kaum von der Hand weisen kann. Sollte man sich für einen Besuch entscheiden, wird dies eine unvergängliche Erinnerung an Kunstgeschichte der letzten gut 150 Jahre zur positiven Folge haben.