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St. Patricks Cathedral

Die im Stile der Neogotik gebaute St. Patrick’s Cathedral in New York ist in den Vereinigten Staaten die größte ihrer Art. Die 1878 fertig gestellte Kathedrale verkörpert sowohl eine allgemein zugängliche römisch-katholische Pfarrkirche, als auch den Amtssitz des Erzbischofs der Erzdiözese von New York. Zu finden ist das imposante Bauwerk direkt gegenüber dem Rockefeller Center an der Kreuzung der 50th Street und der Fifth Avenue im Stadtteil Manhattan.

Der prunkvolle Sitz des New Yorker Erzbistums misst gewaltige Ausmaße. Bei einer Länge von etwa 120 Metern und einer Breite von etwa 53 Metern bietet die St. Patrick’s Cathedral auf einer Fläche von circa 6360 Quadratmetern bis zu 2200 Menschen Einkehr. Die beiden Zwillingstürme sind mit gewaltigen 99 Höhenmetern versehen und somit schon von weitem zu erkennen. Die Kathedrale ist aus weißem Marmor gefertigt, der in den Bundesstaaten New York und Massachusetts abgebaut wurde. Während die Außenfassade demnach ein eher einheitliches Gesamtbild liefert, wurde das Innenleben auf verschiedenste Weisen mit multinationaler Beteiligung konstruiert. So wurden die Fenster beispielsweise von Künstlern aus den USA, England und Frankreich entworfen. Darunter auch das bekannte Rosenfenster des Glasbauers Charles J. Connick. Auch für die verschiedenen Altäre ist nicht nur ein Unternehmen verantwortlich. So stammen die Entwürfe hierfür nicht nur von dem berühmten Schmuckhersteller Tiffany & Co., sondern auch von einzelnen Künstlern, wie etwa dem Italiener Paolo Medici aus Rom. Weiterhin ist die St. Patrick’s Cathedral mit einer sehr großen pietà ausgestattet, die die Maria als Mutter Jesu mit ihrem vom Kreuz abgenommenen Sohn darstellt. Wunderschön ist auch der Kreuzgang, dem im Jahre 1893 die Ehre zuteil wurde, auf der Weltausstellung in Chicago mit einem Künstlerpreis prämiert zu werden.

Die Geschichte der St. Patricks’s Cathedral reicht bis zum Grundstückskauf am 6. März 1810 zurück. Was zunächst als Jesuitenschule für katholische Männer geplant, scheiterte bereits drei Jahre später und schaffte Raum für ein Waisenhaus, dass bis ins späte 19. Jahrhundert fortgeführt wurde. Nach der Aufwertung der 1908 gegründeten New Yorker Diözese zur Erzdiözese im Jahr 1850, verkündete Erzbischof John Joseph Hughes den geplanten Bau der heutigen Kathedrale. Die Grundsteinlegung am 15. August 1858 leitete den Baubeginn unter Architekt James Renwick, Jr. ein. Aufgrund des Sezessionskrieges zwischen 1861 und 1865 verzögerte sich die Fertigstellung der St. Patrick’s Cathedral bis zur endgültigen Einweihung am 25. Mai 1879. Die Residenz des Erzbischofs, sowie das Pfarramt wurden bis 1884 errichtet, die markanten Türme an der Westseite bis 1888. Ab 1901 wurde die Kathedrale unter Anderem um eine von Charles T. Mathews entworfene Marienkapelle erweitert. Umfangreiche Renovierungsarbeiten zwischen 1927 und 1931 schafften gleichzeitig die Voraussetzungen für den Einbau einer neuen pompösen Orgel, die mit 1480 Pfeifenelementen ausgestattet ist. Ein Besonderes Highlight der Kathedrale ist eine Büste zu Ehren des verstorbenen Papstes Johannes Paul II, die an dessen Besuch im Jahr 1978 erinnert.

St. Patricks Cathedral

St. Patricks Cathedral ©TK

Auch in der modernen Popkultur ist die St. Patrick’s Cathedral von Bedeutung. So wurde sie Dreh- und Angelpunkt eines handfesten Skandals aus dem Jahr 2002, als ein Paar in der Eingangshalle im Auftrag einer Radiosendung des Senders Infinity Sexualverkehr ausübte. Die beiden Moderatoren Opie und Athony, die zu dem Wettbewerb „Sex for Sam 3“ aufriefen, wurden daraufhin suspendiert. Positivere Beispiele liefern die in der Kathedrale abgehaltenen Dreharbeiten zu den Kinofilmen Little Nicky und Mr. Deeds mit Adam Sandler, sowie Daredevil mit den Schauspielern Ben Affleck und Jennifer Garner.